ETHIK

Babys aus dem Labor

Babys aus dem Labor

– Forschung trifft Ethik 

Als der chinesische Genforscher He Jiankui 2018 per YouTube-Video die weltweit erste Geburt genmanipulierter Babys verkündete, löste er damit einen enormen Aufschrei in Wissenschaft und Gesellschaft aus. Zahlreiche Kritiker mahnten, dass die Risiken einer Manipulation des menschlichen Genoms nicht absehbar seien und folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen könnten. 

Laut aktueller Studien scheint es soals verringere die vom Chinesen künstlich herbeigeführte Dysfunktionalität eines bestimmten Gens zwar einerseits das Risiko einer HIV-Infizierung, andererseits jedoch erhöhe dieses Verfahren aber auch das Risiko, an anderen Krankheiten zu sterben. Es stellt sich die Frage, welchen gesundheitlichen Preis wir zu zahlen bereit sind , um Genmanipulationen an Embryonen durchzuführen. Desweiteren ist auch aus moralischer Sicht die Forschung zu diesem speziellen Eingriff ins menschliche Leben äußerst umstritten. Lässt sich Genmanipulation mit dem Grundsatz vereinbaren, dass jedes menschliche Leben lebenswert ist? Schließlich könnten durch die Veränderung des Erbguts nicht nur tödliche Krankheiten, sondern auch körperliche oder geistige Behinderungen vermieden werden.    

Es ist eine der spannendsten Fragen unserer Zeit, über die wir in der Ethikdiskussion gemeinsam diskutieren wollen: Wie geht die Wissenschaft mit dieser moralischen Verantwortung um und welche Position nehmen gesellschaftliche und politische Akteure in dieser höchst polarisierenden Debatte ein?

Mehr dazu vom 19.-21. März beim Mannheim Forum 2020!