Bürgermeister „for President“? – Wo die Kommunalpolitik an ihre Leistungsgrenze stößt

Felix Kretz

In der deutschen kommunalen Selbstverwaltung vertritt der Bürgermeister als verlängerter Arm der Exekutivgewalt das öffentliche Interesse – und liefert in seiner Funktion im optimalen Fall Effizienzgewinne für das Gemeinwohl, tut also das, was am besten für die Menschen der Gemeinde ist, die ihm anvertraut ist. Halten wir die rein rationale Handlungsmaxime in der politischen Psychologie dagegen, zählen Bürgermeister zu den Akteuren, die zu ihrem individuellen Vorteil um jeden Preis im Amt bleiben wollen. Taugen Bürgermeister also tatsächlich besser zu internationalen Mediatoren in Entscheidungsfällen von der Mikro- zur Makroebene?

Wir überprüfen diese Hypothese in Form eines Planspiels mit Podiumsdiskussion zu einem wirtschaftspolitischen Thema von sowohl lokaler als auch globaler Bedeutung. Die Teilnehmer/innen werden in die Gruppen Verwaltung, Privatwirtschaft/Unternehmen, Bürger und Berater/Wissenschaft eingeteilt. Jede der vier Gruppen erhält eine Einführung und Informationsmaterial zur Vorbereitung, legt intern die Diskussionsstrategie fest und bestimmt eine(n) Verteter(in) für das Podium. Es diskutieren dann ein Bürgermeister, ein Unternehmensvertreter, ein Vertreter für die An-/Einwohner/innen und eine neutrale Stimme aus der Wissenschaft unter Moderation des Workshop-Leiters.

Felix Kretz ist als Pressereferent am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim zuständig für die Kommunikation der Forschungsergebnisse des Instituts nach außen, für sämtliche Anfragen der Öffentlichkeit sowie für die Kontaktpflege zu Medienvertretern. Auf den Abschluss seines Studiums an der Universität Mannheim in den Fächern Politikwissenschaften, Öffentliches Recht und Anglistik folgte ein journalistisches Volontariat bei der Leipziger Volkszeitung mit den Kerngebieten Lokales und Wirtschaft.

Vertiefungsworkshop

Samstag 11:00-12:30, O 048