Mit dem Blick zurück in die Zukunft? Wie das Leitbild vom ehrbaren Kaufmann funktionieren kann — und wie nicht

 Was macht einen Ehrbaren Kaufmann eigentlich ehrbar? Und kann er als Weißer Ritter die Wirtschaft wirklich moralisch revolutionieren? Nach einem Input zum Stellenwert des Ehrbaren Kaufmanns zwischen IHKs und Corporate Responsibility, seiner historischen Herleitung und seiner Renaissance in der Coaching-Literatur der letzten Jahre wollen wir kontrovers und produktiv diskutieren. In kleinen Gruppen geht es an einzelne Case Studies. Wir wollen sehen, welche Chancen und Risiken das Leitbild eines Ehrbaren Kaufmanns für die Business-Welt der Zukunft bereit hält.

Prof. Dr. Hiram Kümper

Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim

Hiram Kümper wurde 1981 in Bochum geboren.

In Bochum studierte er nach dem Zivildienst Geschichte, Philosophie und Germanistik. Anschließend begann er ein Zweitstudium in Latein und Romanistik während der Dissertation und erster beruflicher Schritte. Er promovierte 2007 als freier Promovend, d.h. mit praktisch keiner Präsenz vor Ort, in Mannheim bei Prof. Karl-Friedrich Krieger mit einer Studie zur Geschichte des sächsischen Landrechts in Mittelalter und früher Neuzeit.

Anschließend war er kurz Assistent an der Hochschule Vechta, zwischen 2009 und 2013 akademischer Rat an der Universität Bielefeld und folgte schließlich von dort einem Ruf auf die neu geschaffene Professur für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim.

In der Zwischenzeit hatte er Lehraufträge an den Universitäten Koblenz, Lüneburg und Erfurt, in Bologna und jüngst eine Gastprofessur an der Universidad EAN in Bogotå. Fellowships führten ihn u.a. nach Paris, London und Saint Louis/Miss., außerdem war er regelmäßig als Gastforscher an der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel.

Schwerpunkte seiner Arbeit waren zunächst die Rechtsgeschichte, in den letzten Jahren vor allem wirtschafts- und regionalhistorische Themen, insbesondere das Zusammenwirken spezifischer Standortfaktoren. Beispiele sind die Hanse, die Kettenindustrie in Südwestfalen (dem »Sauerland«) oder die Entwicklung von Wein- und Fleischpreisen in der Pfalz.

Vertiefungsworkshop

Freitag 16:30 - 18:00 Uhr